Die Christengemeinschaft
 
Gemeinde Essen
 

Geschichte

Im Gründungsjahr der Christengemeinschaft 1922 wurde in Essen die erste Menschenweihehandlung durch Hermann Groh gefeiert. Da es zu Beginn kein eigenes Gebäude gab, fanden die Gottesdienste und Veranstaltungen in verschiedenen gemieteten Räumen statt.

Im Herbst 1927 übernahmen Carl Stegmann und Alfred Schreiber die Gemeindearbeit. Sie gründeten 1930 die „Freie Arbeiterschule“, eine Art Internat mit Schulungskursen für Arbeiter und interessierte Gäste. Gemeindearbeit und Sozialarbeit durchdrangen sich. Im Jahre 1933 musste diese Schule ihre Tätigkeit beenden.

Am 6. Oktober 1937 wurde die Menschenweihehandlung zum ersten Mal in eigenen Räumen der Gemeinde in der Juliusstraße 11 gefeiert. Am 9. Juni 1941 wurde die Christengemeinschaft durch die Gestapo verboten. Während der Verbotszeit konnte die Menschenweihehandlung nur selten und in Privaträumen gefeiert werden.

Im Krieg wurde das Haus in der Juliusstraße völlig zerstört. Als nach Kriegsende 1945 die Christengemeinschaft ihre Arbeit wieder aufnehmen durfte, stellte ein Gemeindemitglied in Mülheim Räume zur Verfügung, bis ein knappes Jahr später die Gemeinde wieder in Essen in der Bismarckstraße einen Raum einrichtete.

1950 erwarb die Gemeinde zusammen mit der Anthroposophischen Gesellschaft ein Grundstück mit Wohnhaus in der Moorenstraße 39 – 41. Als die Räume im Erdgeschoss in den folgenden Jahren zu klein wurden, beschloss die Gemeinde auf dem Gartengrundstück eine eigene Kapelle zu bauen. Am 28. September 1958 erfolgte die Grundsteinlegung und bereits am 21. Dezember 1958, am 4. Advent, wurde die Johanneskapelle geweiht. Sie wurde nach Johannes dem Täufer benannt. 1968 erwarb die Anthroposophische Gesellschaft ein eigenes Haus in der Pelmannstraße 34.

1970 malte der Pfarrer und Maler Johannes Rath aus Frankfurt das Altarbild, welches heute noch über dem Altar hängt.

Von 1972 bis 2008 waren die unteren Räume im Gemeindehaus an den Waldorfkindergarten vermietet. 

1982 wurde die Glashalle zwischen Gemeindehaus und Kapelle umgebaut. Sie wurde zur Straße hin verlängert und ein Konferenzraum wurde im 1. Stock aufgesetzt. In der Glashalle finden seitdem viele Gemeindeveranstaltungen statt und immer wieder Ausstellungen.
Im Gemeindehaus gab es durch die Jahre hindurch immer wieder viele Umbauten.
1983 erwarb die Gemeinde eine Urnengrabstätte auf dem Südwestfriedhof in Essen.
Die Johanneskapelle wurde 2006/2007 umgebaut und renoviert.

Durch den Auszug des Waldorfkindergarten im Sommer 2008 wurde das Gemeindehaus und dessen Aufteilung neu betrachtet. Die Gemeinderäume ziehen nun in das Erdgeschoss und es findet eine grundlegende Renovierung statt.

Die Johanneskapelle wird in diesem Jahr 50 Jahre alt.

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Publiziert am: Montag, 31. Dezember 2007 (3295 mal gelesen)
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